Bund fördert Umbau der Beckergrube mit 3,5 Millionen Euro - 4,2 Mio. muss die Stadt selber aufbringen
Beckergrube Richtung Trave
(Foto: Jörg Schiessler/Stodo.NEWS)
Die Hansestadt Lübeck hat sich mit dem Projekt Beckergrube für Fördermittel aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus beworben und wurde unter 98 Bewerbungen als einzige Stadt in Schleswig-Holstein ausgewählt.
Überzeugend für die Entscheidung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) war, dass mit der Umgestaltung der Beckergrube in der Lübecker Altstadt aufgezeigt werden soll, wie ein vom Verkehr dominierter Stadtraum im UNESCO-Welterbe zum beispielhaften Ort nachhaltiger Mobilität und Aufenthaltsqualität werden kann. Die Ausführungen zur internationalen Wahrnehmbarkeit, zum Innovationspotenzial und zur Baukultur wurden sehr hoch bewertet.

Insgesamt werden 24 Projekte für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Für die Umsetzung des Projekts Beckergrube wurden die Gesamtkosten auf 7,7 Millionen Euro geschätzt. Der Bund hat in der Gesamtschau auf alle Bundesländer für die Beckergrube 3,5 Millionen Euro bewilligt. Der kommunale Eigenanteil kommt hinzu.

Bürgermeister Jan Lindenau setzt nun auf die anstehenden Gespräche mit dem BMI, in dessen Rahmen der konkrete Fördermitteleinsatz abgestimmt werden soll. „Eine Förderquote von 46% ist des Gesamtbedarfes ist eine gute Basis für Durchführung des Vorhabens. Die Förderung zeigt, dass wir mit dem Projekt in der Beckergrube vorbildliche Innenstadtentwicklung vorantreiben, die Innovationspotenzial hat.“ Hierzu wird es im Sommer 2021 ein Koordinierungsgespräch mit einer Ortsbesichtigung geben, in dem der Gegenstand des Antrags und der genaue Umfang abgestimmt werden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Evaluation des Verkehrsversuchs abgeschlossen sein. Zeitgleich wird die Stadt weitere Finanzierungsmöglichkeiten ausloten, um das Projekt mit hohem Anspruch und der formulierten Zielsetzung umsetzen zu können.

Die Bausenatorin Joanna Hagen zeigt sich sehr erfreut: „Dass Lübeck mit diesem vielversprechenden Projekt vom BMI ausgewählt wurde und es in der Beckergrube wie geplant losgehen kann, ist eine großartige Nachricht. Hiermit wird die Umsetzung des von der Bürgerschaft beschlossenen Rahmenplans Innenstadt mit Mobilitätskonzept auf einen sehr guten Weg gebracht.“

Nach aktuellem Stand kann Ende des Jahres die Durchführung des Wettbewerbsverfahrens starten. Nach einer ambitionierten Planung könnte der Spatenstich noch in 2023 erfolgen.
Quelle: Pressebüro Lübeck