Dumme Idee sorgte für Zugverspätungen
Bahnhof Lübeck
(Foto: Stodo.NEWS)
Die Bundespolizisten in Lübeck wurden gestern Abend, 25.10.2021 gegen 22:30 Uhr zu einem Einsatz im Lübecker Hauptbahnhof gerufen. Ein Lokführer teilte mit, dass sich Personen im Gleisbereich des Bahnhofs aufhielten.
Aufgrund der ungeklärten Lage wurde der komplette Lübecker Bahnhof für den Zugverkehr gesperrt. Die Streife der Bundespolizei machte sich auf die Suche nach den 17 und 20 Jahre alten Männern.

Die Männer hatten den Bahnsteig 4 im Außenbereich im Lübecker Bahnhof verlassen und überquerten das Gleis 8 um in den Zwischenbereich zum Gleis 7 zu gelangen. Ihr Ziel war ein von den Reinigungskräften abgestellte Eimer mit Putzutensilien.

Nachdem sie von der Streife ausgemacht wurden, forderte sie die Kollegin auf, das Gleis zu verlassen. Beide traten reumütig vor die Streife und der 17-Jährige erklärte, dass er sein Fahrrad mit den Lappen reinigen wollte. Die Idee dazu war ihm gekommen, als er die Putzutensilien sah. Dann ließ er jedoch von seinem Vorhaben ab und ging zurück über das Gleis 8.

Nach Feststellung ihrer Personalien und einem negativen Alkoholtest, wurden die beiden Männer über die Gefahren im Gleisbereich belehrt.

Die Bundespolizei warnt vor dem unerlaubten Aufenthalt in den Gleisen und vor den Gefahren durch die fahrenden Züge mit ihren langen Anhaltewegen.

Beide erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen und durften den Bahnhof, diesmal auf rechtem Weg, verlassen. Zusätzlich könnte die DB AG noch Forderungen wegen der Zugverspätungen an die Beiden haben.

Fünf Züge erhielten insgesamt 70 Minuten Verspätung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Kiel