Polizei sucht Geschädigte und Zeugen
Mehrere Beinaheunfälle weil Rentner in den Gegenverkehr geriet
Polizei
(Foto: Jörg Schiessler/Stodo.NEWS)
Am Sonntagnachmittag (24.10.2021) hat die Polizei in Pansdorf einen 76-jährigen Mann in seinem Peugeot anhalten können. Zeugenaussagen nach soll er während der Fahrt durch Ratekau, Pansdorf und Luschendorf in Schlangenlinien gefahren und in den Gegenverkehr geraten sein. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein.
Gegen 15:30 Uhr fuhr der 76-jährige Ostholsteiner zunächst durch Ratekau, von dort aus über BAB1 in Richtung Norden. An der Anschlussstelle Scharbeutz Süd verließ er die Autobahn und fuhr über Luschendorf in Richtung Pansdorf. Dort bog das Fahrzeug an der Kreuzung der Landesstraße 309 in Richtung Ratekau ein. Zeugenaussagen nach soll der unsicherere Ostholsteiner während der Fahrt mehrfach in Schlangenlinien und mehrfach in den Gegenverkehr gefahren sein. Dabei kam es zu mehreren "Beinaheunfällen", entgegenkommende Verkehrsteilnehmer mussten ausweichen und abbremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Kurz bevor die Beamten der Polizeistation Timmendorfer Strand den Mann anhalten konnten, soll dieser mit seinem PKW auf der Hauptstraße in Pansdorf in den Straßengraben gefahren sein.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Polizisten keinen Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss fest. Jedoch stellte sich heraus, dass der rüstige Ostholsteiner sich verfahren hatte und aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen auch nicht regelmäßig mit dem Auto fahre. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Noch vor Ort gab der Mann seinen Führerschein freiwillig an die Beamten ab.

Weitere Verkehrsteilnehmer, die ebenfalls durch die Fahrweise des Mannes am Sonntagnachmittag gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Ratekau unter der Telefonnummer 04504-7088880 zu melden.
Quelle: Polizeidirektion Lübeck