Tankstellenräuber sprang in die Trave, um sich zu verstecken
Polizei Symbolbild
(Foto: Jörg Schiessler/Stodo.News)
Am Montagabend (01.11.) kam es in einer Tankstelle in der Geniner Straße zu einem Überfall, bei dem die Kassiererin unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Herausgabe des Bargeldes aufgefordert wurde.
Der Tatverdächtige konnte auf seiner Flucht vorläufig festgenommen werden. Das Kommissariat 13 der Lübecker Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 23.00 Uhr betrat ein maskierter 51-jähriger Lübecker den Verkaufsraum der Tankstelle. Die Kassiererin wurde unter Vorhalt einer geladenen Schreckschusspistole zur Übergabe von Bargeld aufgefordert. Nach Übergabe der Beute in einer Jutetasche flüchtete der Mann mit seinem Fahrrad über einen angrenzenden Wanderweg. Dort sprang er in die Trave um sich zu verstecken.

Die Kassiererin alarmierte die Polizei. Die eingesetzten Beamten leiteten sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, der Tatverdächtige wurde in Tatortnähe festgestellt und ließ sich widerstandslos festnehmen. Das noch in der Jutetasche befindliche Bargeld sowie die Schreckschusspistole wurden beschlagnahmt.

Der beschuldigte Lübecker wurde am Dienstag (02.11.) dem Haftrichter am Amtsgericht Lübeck vorgeführt. Auf Anraten seines Verteidigers ließ er sich nicht zu dem Tatvorwurf ein. Das Gericht erließ dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung und des Haftgrundes der Fluchtgefahr. Vom Vollzug der Untersuchungshaft wurde der Beschuldigte jedoch unter Auflagen verschont, so dass ihm eine Verbringung in die Justizvollzugsanstalt Lübeck erspart blieb.
Quelle: Polizeidirektion Lübeck