Gewonnen
Verkehrsminister Buchholz überbringt Stockelsdorf ein Dialog-Display

(v.l.) Elisabeth Pier (Landesverkehrswacht) und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz übergeben das erste Dialog-Display an Bürgermeisterin Julia Samtleben.

(Foto: Stodo.NEWS)
Aus eiem Lostopf mit 313 Bewerbungen wurde Stockelsdorf als eine von 50 Gemeinden als Gewinner eines Dialog-Displays ermittelt. Verkehrsminister Buchholz übergab dieses am 12. November persönlich.
Stockelsdorf
Verkehrssicherheit verbessern und Präventionsarbeit stärker unterstützen sind Ziele der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Darum hat das Landesverkehrsministerium  gemeinsam mit der Landesverkehrswacht beschlossen, in diesem Jahr 50 Dialog-Displays an interessierte Gemeinden zu vergeben. Es wurden 313 Bewerbungen eingereicht, so dass am Ende das Los entscheiden musste. Aus diesem Lostopf wurde unter anderem auch Stockelsdorf gezogen. Im Kreis Ostholstein können sich ebenfalls Fehmarn, Heiligenhafen und Neukirchen bei Oldenburg freuen. Die Bewerbung um diese Anzeigetafel musste kurz begründet werden und die Kommune sollte drei Einsatzorte dafür nennen können. Mit vier Schulen und diversen „Rennstrecken“ fiel das dem Ordnungsamt in Stockelsdorf nicht schwer. Aber mit Geschwindigkeitsübertretungen haben viele zu kämpfen, wie die Flut an Bewerbungen bewies. Unter den  Gewinnern befinden sich große und kleine Kommunen. Bad Oldesloe und Ahrensburg erhalen je ein Dialog-Display ebenso wie Wacken (außerhalb der Open Air-Saison eher ländlich).

Aber Stockelsdorf wurde eine besondere Ehre zuteil: Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz übergab das erste Dialog-Display persönlich am Freitagabend im Rathaussaal an Bürgermeisterin Julia Samtleben. 

Buchholz ist davon überzeugt, dass Dialog Displays helfen, denn der Gewöhnungseffekt ist bei ihnen nicht so hoch wie bei Schildern und sie erzeugen höhere Aufmerksamkeit. Natürlich gibt es dazu bereits Studien, die diesen Eindruck belegen, denn es handelt sich nicht nur um eine Anzeigetafel, sondern sie sammelt auch Daten ganz ohne Videokamera. Zum Beispiel kann so auch die Zahl der vorbeifahrenden Autos ermittelt werden. „Man kann auf dieses Gerät mehr als den Smiley drauf programmieren und damit auch eine andere Art von Dynamik erzeugen, die immer wieder für eine neue Aufmerksamkeit sorgt,“ ist er sichtilch von dem Dialog-Display überzeugt.

Elisabeth Pier, geschäftsführende Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, gab zu, dass es auch vermeintlich billigere Geräte auf dem Markt gäbe, sie aber unter anderem auch darauf geachtet hätten, dass mögliche Folgekosten für die Gemeinden erschwinglich wären.

Stockelsdorfs Bürgermeisterin bedankte sich und verriet sogleich, wie der Einsatz des Dialog-Displays aussieht: „Ich freue mich sehr, dass wir diese wunderbare Tafel gewinnen konnten. Sie ist größer und dynamischer, als die, die wir bisher im Einsatz haben. Wir werden sie mobil einsetzen. Man kann sich quasi als Straße bewerben, dann werden wir sie im Wechsel aufstellen."
(Foto: Stodo.NEWS)
Inken Schmidt