Vielfältiges Musikprogramm bring Hochkaräter in die Region
Programm des CLASSICAL BEAT Sommerfestival in Eutin wird vorgestellt
Die Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein stellte im Rahmen ihrer Pressekonferenz das CLASSICAL BEAT Sommerfestival in Eutin vor. Das Festival eröffnet die CLASSICAL BEAT Sommertour 2026 und bringt hochkarätige Künstler*innen, junge Talente sowie besondere Konzertformate in die Region. Mit einem vielfältigen Musikprogramm und sommerlichen Open-Air-Erlebnissen wird Eutin zur Bühne für besondere musikalische Begegnungen. Das Sommerfestival steht unter dem Motto: „Wir feiern die Weber-Tradition in Eutin – Musik erleben in besonderer Atmosphäre.“
Das Weber-Jahr 2026 ist für die Veranstalter ein besonderer Anlass, nach Eutin einzuladen. Mit dem Sommerfestival möchte die Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein die kulturelle Tradition dieses Ortes feiern und zugleich an Carl Maria von Weber erinnern, dessen Name und Wirken mit Eutin und den Eutiner Festspielen bis heute eng verbunden bleiben. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen will das Festival zeigen, wie viel kulturelle Kraft, Erinnerung und Zukunft in diesem Ort liegen. Mit dem Sommerfestival rund um Carl Maria von Weber wird für Eutin ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: dass der Geist, der die Eutiner Festspiele über Jahrzehnte geprägt und einzigartig gemacht hat, nicht verloren geht, sondern lebendig in die Zukunft getragen wird.
Auf der Pressekonferenz konnte Hans-Wilhelm Hagen, Geschäftsführer der Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein, zahlreiche Mitwirkende des Festspiel-Abends begrüßen: Hilary Griffiths als Dirigenten, Henner Schwerk, Chorleiter der Plöner Kantorei, Mitglieder des Eutiner Festspielchors u.a. Kristina Struy sowie Karl-Winfried Bodeals Sprecher des Chors sowie Monika Magiera als Vorsitzende des Fördervereins der Eutiner Festspiele. Die Mitwirkenden des Festspiel-Abends brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Oper auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Programm der Festspiele spielen wird. Hans-Wilhelm Hagen betonte, dass die Tradition der Festspiele in den 75 Jahren ihres Bestehens in Eutin viele Emotionen geweckt und Identität gestiftet habe – bei der Bevölkerung ebenso wie bei den zahlreichen Mitwirkenden. Mit dem Konzert solle einerseits Carl Maria von Weber gewürdigt, andererseits aber auch die Tradition der Festspiele selbst sichtbar gefeiert werden. Dr. Christian Kuhnt, Geschäftsführer des Schleswig-Holstein Musik Festivals, nahm an der Pressekonferenz teil, griff die Wünsche der Beteiligten auf und erklärte, dass er die Anregungen für die zukünftige Gestaltung der Festspiele mitnehme und sich dabei in der Verantwortung sehe.
Hans-Wilhelm Hagen sagte bei der Vorstellung: „Mit dem Sommerfestival möchten wir für Eutin ein kulturelles Zeichen setzen. Es geht uns darum, die Weber-Tradition dieses Ortes sichtbar zu machen und zugleich zu zeigen, dass aus Erinnerung auch Zukunft entstehen kann. Das Sommerfestival bietet eine Plattform, auf der sich Tradition und Innovation begegnen und neue musikalische Impulse entstehen können.“
Den Auftakt bildet am Freitag, 5. Juni, der Festspiel-Abend für Eutin. Die Stadt wird an diesem Abend zum Klangraum eines besonderen Festspielereignisses. Im Mittelpunkt steht Carl Maria von Weber, dessen Name und Wirken mit Eutin bis heute eng verbunden sind. Hilary Griffiths, langjähriger und in Eutin besonders geschätzter Dirigent der Eutiner Festspiele, stellte das Programm des Festspiel-Abends vor. Er kehrt als prägende künstlerische Persönlichkeit an diesen Ort zurück. Gemeinsam mit Festivalorchester und Chor des Festspiel-Abends gestaltet er ein Programm, das Weber, Festspielgeschichte und musikalische Erinnerung miteinander verbindet. Der erste Teil des Abends ist Weber gewidmet, der zweite erinnert mit Musik von Gershwin und Grieg, dem berühmten Chor aus „Nabucco“sowie weiteren musikalischen Bezügen an die Vielfalt und Tradition der Eutiner Festspiele. Unter dem Gedanken „Eutin feiert Weber – Eutin steht zu den Festspielen“ entsteht ein Konzertabend, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise miteinander verbindet. Auch Hilary Griffiths unterstrich die besondere Bedeutung des Festivals: „Die Verbindung aus hochkarätiger Musik und der einzigartigen Atmosphäre in Eutin macht dieses Festival zu einem außergewöhnlichen Erlebnis – sowohl für das Publikum als auch für die Künstler*innen.“ Ein besonderer Akzent des Festspiel-Abends ist ein eigens entwickeltes KI-Video, in dem Carl Maria von Weber die Gäste des Konzertabends begrüßt. Dieses Projekt entsteht gemeinsam mit dem Videokünstler Mauricio Garcia sowie Schüler*innen der Weber-Schule in Eutin.
Sonnabend, 6. Juni, folgt mit „Let’s Dance in den Sommer“ ein weiterer Höhepunkt des Festivals. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christophe Lampidecchia, den European Jazz Companions und unter der Leitung von Pierre Bertrand entsteht ein sommerlicher Konzertabend voller Leichtigkeit, Lebensfreude und französischem Flair. Romantische Akkordeonklänge, jazzige Arrangements und beschwingte Rhythmen verbinden sich zu einem Konzerterlebnis voller musikalischer Vielfalt und Lebensfreude. „Let’s Dance in den Sommer“ entführt das Publikum auf eine musikalische Reise voller Leichtigkeit, Lebensfreude und französischem Flair und lädt zum Mitwippen, Genießen und Mittanzen ein. Der aus Paris online zugeschaltete Pierre Bertrand hob die besondere Handschrift dieses Konzertabends hervor. Auf dem Programm stehen unter anderem Titel wie „Mon amant de Saint-Jean“, „Swing 42“, „La Bohème“, „Indifférence“, „Libertango“, „La Foule“ und „Sous le ciel de Paris“ – ein Programm zwischen französischer Eleganz, Musette, Jazz und sommerlicher Leichtigkeit.
Das Sommerfestival endet Sonntag, 7. Juni, mit einem Jazzfrühschoppen. Mit dabei ist aus Eutin unter anderem Dr. Ludger Iske mit der Band „100 Meter Glück“. Damit steht auch ein künstlerischer Beitrag aus Eutin selbst im Mittelpunkt des Festivalabschlusses. Der musikalische Ausklang des Wochenendes steht für Nähe, Begegnung und die Freude am direkten kulturellen Austausch. Gerade darin liegt auch eine Botschaft dieses Sommerfestivals: Kultur als gemeinsames Erlebnis, offen, lebendig und unmittelbar – unter freiem Himmel, in der Natur, im persönlichen Austausch und in gemeinsamer Aufmerksamkeit für Musik und Atmosphäre.
Auch junge Talente erhalten beim Sommerfestival eine eigene Bühne. Am Freitagnachmittag präsentieren Schüler*innen in einer Revue eigene Kompositionen und Klangideen, unter anderem im Zusammenhang mit Carl Maria von Webers „Aufforderung zum Tanz“. Dieses Format entsteht im Rahmen der digitalen Bildungsprojekte der Stiftung und macht deutlich, wie musikalische Bildung, Kreativität und neue Formen der Annäherung an klassische Musik zusammenfinden können. Sonnabend folgt ein weiterer Programmpunkt für Nachwuchskünstler*innen mit einem Band-Contest, bei dem junge Talente ihr Können live auf der Bühne zeigen.
Anja Sierks-Pfaff, Geschäftsführerin der Kulturstiftung des Kreises Ostholstein, nahm die Gelegenheit wahr, die Förderung des Kreises sowohl für das Jugendprogramm des Sommerfestivals als auch für zahlreiche Kulturprojekte im Kreis Ostholstein hervorzuheben. Dazu gehören auch die Eutiner Festspiele, deren Eigenproduktionen regelmäßig unterstützt werden. Das CLASSICAL BEAT Sommerfestival in Eutin findet Open Air vor der Opernscheune auf dem Festspiel-Areal in Eutin statt.