Medizinischer Notfall auf Feuerschiff
Seenotretter bringen Patienten sicher an Land
Die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am Freitagmittag, 10. Juli, im Einsatz für einen 75-jährigen Passagier des historischen Feuerschiffs „Fehmarnbelt“ in der Lübecker Bucht. Er hatte das Bewusstsein verloren. Die Seenotretter versorgten den Patienten zunächst vor Ort, ehe sie ihn mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS sicher an Land brachten.
Gegen zwölf Uhr meldete sich der Kapitän der „Fehmarnbelt“ bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Ein 75-jähriger Mann hatte das Bewusstsein verloren und benötigte dringend medizinische Hilfe. Das Feuerschiff befand sich zu der Zeit etwas mehr als drei Seemeilen (rund sechs Kilometer) nördlich von Travemünde auf Ausflugsfahrt in der Lübecker Bucht. Umgehend wurde die Besatzung des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS der DGzRS-Station Travemünde alarmiert, die nur wenige Minuten später auslief. Zu den Seenotrettern an Bord gehörten ein Seenotarzt, eine Intensivkrankenschwester sowie ein Rettungssanitäter.
Bereits nach rund einer Viertelstunde ging das Seenotrettungsboot beim Feuerschiff längsseits. Die Seenotretter stiegen über und begannen mit der medizinischen Versorgung des Patienten. Sein Bewusstsein war in der Zwischenzeit aus ungeklärter Ursache immer wieder eingetrübt gewesen. Es gelang den Seenotrettern schließlich, den Mann zu stabilisieren. Sein Zustand verbesserte sich während der Versorgung, sodass die Seenotretter ihn auf die ERICH KOSCHUBS übernehmen konnten. Diese brachte den Patienten rasch an Land, wo ein Rettungswagen ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus fuhr.