Baumaschinen, Schilder und Umleitungen in Schönwalde, wer steigt da noch durch ?
SPD-Fraktion stellt Anfrage aufgrund großer Sorgen
Die Baustellensituation in dem kleinen Dorf Schönwalde hat schon lange die Belastbarkeit der Bewohner:innen überschritten. Straßensperren und Umleitungen gehören inzwischen zum Alltag. Nachdem es am 3. Juli zum Baustopp gekommen war, warteten viele Anlieger und Einwohner auf ein Informationsschreiben oder eine Mitteilung. Dahingehend passierte nichts. Zunehmend machte sich Unmut breit, schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Presseerklärung. Die übrig gebliebenen Gewerbetreibenden erhielten keine Auskunft. Es schien sich niemand um die Einwohner zu kümmern. Deshalb beschloss die Mehrheit der SPD-Fraktion eine Anfrage an den Bau-, Wege- und Umwelt- Ausschussvorsitzenden, an den Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher zu stellen. Kernthema der Anfrage; Der fehlende Informationsfluss, der den Bürger:innen auf der letzten Einwohnerversammlung versprochen, aber nicht eingehalten wurde. Während die SPD-Fraktion schon damals einen „Dorfkümmerer“ einstellen wollte, habe die CDU diesen Antrag abgelehnt. Mit der Begründung, dass die Firma die Verpflichtung der Informationen unterzeichnet hat. Leider müssten die Einwohner gerade andere Erfahrungen sammeln. Mit zunehmender Sorge betrachtet die SPD-Fraktion das aktuelle Baugeschehen. Die Toleranzgrenze ist bei vielen Einwohnern überschritten. Das Bau-Ende war für den 31. März 2025 vorgesehen. Die Baufirma wurde aufgefordert, mit zusätzlichen Kolonen den Bauablauf zu beschleunigen. Aktuell sollen die letzten beiden Abschnitte nach Möglichkeit gleichzeitig ausgeführt werde, damit die Bauzeit minimiert und die Durchfahrbarkeit trotzdem gewährleistet werden. Gerade für die Gewerbetreibenden, wie z.B. für den Tankstellenpächter, sind freie Zufahrtswege unumgänglich, ein fehlender Informationsfluss für diese Akteure „lebensnotwendig “. Auch diesbezüglich erfolgten Mängelanzeigen. Insbesondere um die Beschäftigten der Baufirma zu schützen, soll nun unter einer kompletten Vollsperrung gearbeitet werden. Polizei und Rettungsdienste haben weiterhin Durchfahrtsrecht und auch Fußgänger dürfen am Rande der Baustelle entlang gehen. Andere Anlieger- und Anwohnerverkehre können leider nicht die Baustelle befahren. Sollte dieser Verkehrsanordnung nicht Folge geleistet werden, werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Erschwerend komme hinzu, dass zwischen 17 Uhr und 6:30 Uhr die Straßen nicht befahrbar sind. Deshalb werden die Anwohner:innen aufgefordert die Pkw beim EDEKA-Markt oder an der Schule abzustellen.
Des Weiteren wurden von der SPD die Baustellenabsicherung und die Umleitungsbeschilderungen bemängelt. Spielende Kinder und Personen mit Einschränkungen haben erhebliche Schwierigkeiten sich im Straßenverkehr mit abgelösten Zebrastreifen und Markierungen zurecht zu finden. Heranfahrende Fahrzeuge können diese zu spät erkennen und es kann zu gefährlichen Situationen kommen. Auch hier wurde das Bauunternehmen aufgefordert nachzubessern. Die Liste der Mängel ist lang, genaue Auskünfte zur finalen Fertigstellung der Straße gibt es nicht. Aktuell geht man vom 29. September 2025 aus.
Da auch noch Trinkwasseranschlüsse fertiggestellt werden müssen, kann es auch in diesen Straßenzügen zu weiteren Sperrungen, sowie zu Abriegelungen der Wasseranschlüsse kommen. Man hofft auf eine zügige Abarbeitung.
Ergänzend soll nun endlich eine offizielle Pressemitteilung des ZVO erscheinen. Obwohl die Situation im Dorf nach wie vor angespannt ist, ist die Rückmeldung des Ingenieurbüros auf die Anfrage der SPD-Fraktion positiv zu bewerten. Als gewählte Verteter:innen der Kommune möchten wir uns für die Belange der Bevölkerung einsetzen.