Stockelsdorf

Gemeinde Stockelsdorf informiert über Bevölkerungsvorsorge im Krisenfall

Informationsveranstaltung am Sonnabend, 23. Mai

[STOCKELSDORF]

Wie gut ist die Gemeinde auf Krisensituationen vorbereitet? Welche Vorsorgemaßnahmen sollten Bürgerinnen und Bürger selbst treffen? Antworten auf diese Fragen gibt die Gemeinde Stockelsdorf anlässlich des Ehrentages 2026 bei einer großen Informationsveranstaltung zum Thema Bevölkerungsvorsorge und Krisenmanagement am Sonnabend, 23. Mai, von zehn Uhr an bis 14 Uhr vor famila in Stockelsdorf im Ravensbusch 8. Die Veranstaltung findet im Rahmen des ersten deutschlandweiten Ehrentages statt, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des Geburtstags des Grundgesetzes ausgerufen hat. Unter dem Motto „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen“ sind Bürgerinnen und Bürger bundesweit eingeladen, sich aktiv einzubringen und gemeinschaftlich Verantwortung zu übernehmen.

Auch die Gemeinde Stockelsdorf möchte mit der Veranstaltung ein Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gegenseitige Unterstützung setzen. Denn eine funktionierende Bevölkerungsvorsorge lebt nicht nur von professionellen Einsatzkräften und gut abgestimmten Konzepten, sondern auch vom Mitwirken der Menschen vor Ort. Begegnung, Austausch und gemeinsames Handeln stehen deshalb im Mittelpunkt des Aktionstages. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Informationsständen, Einsatzfahrzeugen und praktischen Einblicken in die Krisenvorsorge vor Ort. Der Krisenstab der Gemeinde Stockelsdorf informiert über die bestehenden Planungen und Maßnahmen für den Ernstfall sowie über die Bedeutung ehrenamtlicher Unterstützung.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der persönlichen Vorsorge der Bevölkerung. Gezeigt wird unter anderem, welche Lebensmittel- und Wasservorräte Haushalte für Krisensituationen bereithalten sollten. Zudem präsentieren sich mehrere freiwillige Feuerwehren aus Stockelsdorf mit ihren Fahrzeugen. Vor Ort sind unter anderem die Drehleiter der Feuerwehr Mori sowie weitere Einsatzfahrzeuge der örtlichen Feuerwehren. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) beteiligt sich mit einem Informationsstand. Darüber hinaus stellt sich die AED-Gruppe (Automatisierter Externer Defibrillator) vor. Dabei handelt es sich um Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Gemeindegebiet, die bei Herz-Kreislauf-Stillständen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.

Die Gemeinde Stockelsdorf beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit dem Thema Krisenvorsorge. Schon 2017 beziehungsweise 2018 wurden erste Konzepte entwickelt, um auf mögliche Notlagen vorbereitet zu sein. 2022 wurde dann ein kommunaler Krisenstab etabliert. Hintergrund ist unter anderem die besondere Infrastruktur in der Gemeinde mit mehreren großen Umspannwerken. Bürgermeisterin Julia Samtleben betont, dass mögliche Störungen oder Ausfälle nicht ausgeschlossen werden können und deshalb frühzeitig gehandelt wurde. So wurden unter anderem Satellitentelefone angeschafft und der Sitzungssaal im Rathaus als zentrale Führungsstelle für den Krisenstab ausgestattet.

Mit Beginn des Ukrainekrieges hat die Gemeinde ihre Vorsorgemaßnahmen nochmals deutlich erweitert. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Notstromaggregate sowie die Einrichtung von Sammelstellen und Notunterkünften für die Bevölkerung. Im Krisenfall übernimmt die Gemeinde wichtige Aufgaben für die Bevölkerung. So dienen alle Feuerwehrgerätehäuser in Stockelsdorf als Notfall-Infopunkte mit Notstromversorgung und sind bereits wenige Minuten nach einem größeren Ereignis – beispielsweise einem Stromausfall – besetzt. Der Krisenstab der Gemeinde tritt spätestens eine Stunde nach Eintritt eines Krisenfalls zusammen. Zusätzlich verfügt Stockelsdorf über zwei notstromversorgte Wärmepunkte in der Sporthalle der Grundschule Ravensbusch sowie in der Gerhard-Hilgendorf-Schule. Dort können Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall unter anderem Babynahrung zubereiten oder sich aufwärmen. Darüber hinaus hält die Gemeinde voll ausgestattete Feldbetten für Notlagen bereit.

Mit der Veranstaltung möchte die Gemeinde zugleich neue  ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gewinnen. Gesucht werden insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die im Krisenfall die Notfall- Infopunkte besetzen und unterstützen können. Diese Ehrenamtlichen sollen ausdrücklich nicht aus der sogenannten „Blaulichtfamilie“ stammen, damit Einsatzkräfte im Ernstfall nicht zusätzlich gebunden werden.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung keine Ängste schüren, sondern informieren und sensibilisieren. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, in Krisensituationen besonnen und handlungsfähig zu bleiben. Deshalb ist es uns wichtig, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Vorsorge zu treffen und über bestehende Hilfsangebote und Maßnahmen aufzuklären. Das Wichtigste in einer Notlage ist gegenseitige Hilfe unter Nachbarn, Freunden und besonders gegenüber Menschen, die sich selbst nicht schützen können. Bewahren Sie Ruhe, halten Sie die Telefonleitungen für Notrufe frei und informieren Sie sich“, sagt Bürgermeisterin Julia Samtleben

Die Gemeinde Stockelsdorf lädt alle Interessierten ein, sich über das Thema Bevölkerungsvorsorge zu informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

 

 

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