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Neue Streifenboote für die Wasserschutzpolizei

Erste Boote der gemeinsamen Beschaffung sind im Einsatz

[LÜBECK]

Die Wasserschutzpolizeien der Bundesländer Länder Schleswig-Holstein und Hamburg stärken gemeinsam die maritime Sicherheit auf Nord- und Ostsee, auf dem Nord-Ostsee-Kanal, ihren Binnengewässern und der Elbe: Beide Bundesländer haben die Beschaffung neuer mobiler Streifenboote (MSB) für
ihre Wasserschutzpolizeien auf den Weg gebracht.

Die Streifenboote der Wasserschutzpolizeien unterliegen je nach maritimen
Einsatzgebiet hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Ausstattungen besonderen
Anforderungen. In enger Kooperation haben sich die Wasserschutzpolizei Hamburg
und die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein auf Basis zahlreicher
Übereinstimmungen bei ihren Streifenbooten für eine gemeinsame Beschaffung
entschieden. Fachleute beider Polizeien haben sich fachlich eng abgestimmt und
Leistungsbeschreibungen für die gemeinsamen Ausschreibungen entwickelt.

Um die Einsatzfähigkeit der Wasserschutzpolizei als wichtigen Bestandteil einer
modernen Polizei dauerhaft an den sich weiter entwickelnden Anforderungen zu
gewährleisten, sind in einem ersten Schritt jeweils drei neue MSB für
Schleswig-Holstein und Hamburg beschafft worden. Die Lieferung erfolgte bereits
im Dezember 2025. Die Ausschreibung umfasst zudem eine Lieferoption für weitere
acht Einheiten für Schleswig-Holstein.

Mit der gemeinsamen Beschaffung ergeben sich zudem wirtschaftliche
Synergieeffekte: Die größere Stückzahl ermöglicht kosteneffiziente Konditionen,
gemeinsame technische Wartungsverträge mit externen Dienstleistern und eine
verbesserte Ersatzteilverfügbarkeit durch Typengleichheit in beiden
Bundesländern.

Die neuen rund acht Meter langen und leistungsstarken Boote sind ein wichtiger
Baustein für die Bewältigung maritimer Einsatzlagen und den Schutz der
kritischen Infrastruktur im Küstenmeer und auf den Wasserstraßen. Neben dem
täglichen Streifendienst werden die neuen Streifenboote unter anderem auch bei
Großveranstaltungen und bei besonderen Einsatzlagen als schnelle und wendige
maritime Komponente bundesländerübergreifend eingesetzt.

Mit dieser Investition stellen Schleswig-Holstein und Hamburg sicher, dass die
Wasserschutzpolizei auch künftig flexibel, modern und leistungsfähig aufgestellt
ist, um die Sicherheit auf den Wasserwegen und in den Häfen beider Länder zu
gewährleisten. Die gemeinsame Initiative, die zur erfolgreichen Realisierung und
Beschaffung der hochentwickelten Streifenboote führte, ist damit die erste im
Bundesgebiet und gemessen an den Anforderungen an eine leistungsfähige
Wasserschutzpolizei wegweisend für zukünftige Projekte dieser Art.

Magdalena Finke, Innenministerin Schleswig-Holstein: „Die drei mobilen
Streifenboote verstärken sinnvoll und effektiv die Flotte unserer
Wasserschutzpolizei. Damit sind unsere Kolleginnen und Kollegen künftig deutlich
flexibler“, erklärt Magdalena Finke. „Ich bin sehr froh, dass wir dieses gemeinsame Projekt mit Hamburg auf den Weg bringen konnten. Wir haben ein wenig Pionierarbeit zusammen geleistet. Denn zum
ersten Mal haben die Wasserschutzpolizeien zweier Länder gemeinsame
Anforderungen entwickelt und eine gemeinsame Ausschreibung gestartet und so
spürbar die Kosten gesenkt.“

Sarah Lampe,kommissarische Leiterin der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein:
„Die neuen mobilen Streifenboote stellen durch das deutlich großzügigere
Platzangebot im Boot, eine Radaranlage, eine Wärmebildkamera sowie eine höhere
Reichweite einen bedeutenden technischen Fortschritt für die Wasserschutzpolizei
Schleswig-Holstein dar. Durch ihre erweiterten Einsatzmöglichkeiten bieten sie
einen klaren taktischen Vorteil. Damit können wir flexibler auf unterschiedliche
Situationen reagieren und die Sicherheit im schleswig-holsteinischen Küstenmeer
sowie dem NOK und den Häfen noch besser gewährleisten. Wir freuen uns sehr, dass
das gemeinsame Projekt mit der Wasserschutzpolizei Hamburg nun erfolgreich
umgesetzt wurde.“

André Bertram, Leiter der Wasserschutzpolizei Hamburg: „Die gemeinsame
Beschaffung der neuen mobilen Streifenboote ist bundesweit einmalig und ein
wichtiger Schritt für die länderübergreifende Zusammenarbeit. Die Anforderungen
an eine moderne Polizei nehmen stetig zu – mit den neuen Streifenbooten setzen
wir ein starkes Zeichen als professionelle und damit attraktive
Wasserschutzpolizei einer Großstadt. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen,
die an dem Prozess beteiligt gewesen sind und freue mich für alle
Wasserschützerinnen und Wasserschützer.“

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