Abschied nach 10 Jahren

Gemeindebücherei unter neuer Leitung

Kathrin Brümmer kommt als neue Leiterin der Gemeindebücherei Stockelsdorf, Anette Popall geht nach 10 Jahren.(Foto: Inken Schmidt)
Anette Popall, Leiterin der Gemeindebücherei in Stockelsdorf, verlässt diese nach zehn Jahren . Am 1. Juli 2020 übernimmt Kathrin Brümmer ihre Nachfolge.

„Stockelsdorf war schon immer mein Traum. Und ich hab noch nie so einen kurzen Arbeitsweg gehabt“, lacht Kathrin Brümmer. Jahrelang war sie von Lübeck aus zu ihrer Arbeit nach Oldenburg in Holstein als dortige Leiterin der Stadtbücherei gependelt. Viele Veranstaltungen haben unter ihrer Leitung in der Stadtbücherei stattgefunden, aber nach 18 Jahren fand sie, es wäre Zeit für einen Ortswechsel.

Ermöglicht wurde das durch die neu zu besetzende Stelle in der Gemeindebücherei in Stockelsdorf. Die Umstellung wird Brümmer zumindest in Sachen EDV nicht schwerfallen, denn beide Büchereien benutzen das gleiche Bibliotheks-System. Die vier Mitarbeiter der Gemeindebücherei werden ihr notfalls schon weiterhelfen können, ist sie sich sicher: “Menschen in Bibliotheken sind sehr hilfsbereit.“

„In kleineren Büchereien macht man immer alles. Jetzt möchte ich mich mehr spezialisieren“, war der Wunsch von Anette Popall und der Grund, warum sie eine neue Arbeitsstelle in der Stadtbibliothek Lübeck antreten wird. Bis zu ihrem endgültig letzten Tag in Stockelsdorf werden noch einige Besprechungen mit Kathrin Brümmer und eine Übergabe stattfinden. „Es ist toll, eine professionelle und kompetente Nachfolgerin zu haben“, ist Anette Popall erleichtert, somit fällt ihr der Abschied nicht ganz so schwer, denn dass den Lesern in der Gemeindebücherei aufgrund der Corona-Bedingungen noch der Zugang zu den Leseecken und die Veranstaltungen verwehrt bleiben müssen, drückt etwas auf die Stimmung.

Kathrin Brümmer wechselt in eine gut funktionierende Bücherei mit guten Ausleihzahlen und einem guten Veranstaltungskonzept, wenn es nicht gerade von einer Pandemie ausgebremst wird. Deswegen will sie sich erst einmal dem Alltagsgeschäft widmen und dann nach und nach neue Ideen einfließen lassen.

Inken Schmidt